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Unternehmensnachrichten

Jenseits der Saisonalität: Analyse des rekordverdächtigen Anstiegs der PV-Installationen im ersten Quartal

 

Unerwartete Stärke in der Nebensaison

Am 21. März veröffentlichten offizielle Daten, dass Chinas Photovoltaik-Installationen im Januar und Februar 20,37 GW erreichten, was einen bemerkenswerten Wert darstellt. 87,6 % Steigerung im Vergleich zum Vorjahr – die Markterwartungen deutlich übertreffen.

 

Traditionell gilt das erste Quartal als Installations-Nebensaison. In diesem Jahr war die Aktivität jedoch nicht nur hoch, sondern erreichte auch einen Rekordwert. Der Autor argumentiert, dass dies in Verbindung mit einem steigenden Siliziumangebot, das zu anhaltenden Preisrückgängen und sinkenden Modulkosten führte, Die Nachfrage nach Photovoltaik im Gesamtjahr 2023 dürfte die ursprünglichen Erwartungen übertreffen.

 

Unterstützende Datenpunkte

▪ Nationale Energieverwaltung (21. März): Neuinstallationen von Photovoltaikanlagen im Januar und Februar: 20,37 GW (+87,6 % im Vergleich zum Vorjahr).

 

▪ Allgemeine Zollverwaltung: Exporte Januar-Februar:

    • Solarzellen & -module: 7,798 Milliarden US-Dollar (+6,5 % im Vergleich zum Vorjahr)
    • Wechselrichter: 1,95 Milliarden US-Dollar (+131,1 % im Vergleich zum Vorjahr)

 

Den saisonalen Normen trotzen

Das Installationsvolumen im Januar/Februar war am überraschendsten. Historisch gesehen:

    • Das erste und dritte Quartal sind Nebensaison.
    • Das zweite Quartal („630“-Ansturm) und das vierte Quartal („1230“-Ansturm) sind die Hauptsaisonen, wobei im vierten Quartal oft mehr als 40 % der Jahreskapazität erreicht werden.
    • Januar-Februar, betroffen von Frühlingsfest ist typischerweise die ruhigste Phase.

 

 

Dieses Jahr steht in starkem Kontrast dazu: Die Installationen im Januar und Februar haben sich im Vergleich zum Vorjahr nahezu verdoppelt. Die Installationen näherten sich dem Umfang des gesamten ersten Halbjahres 2022. Marktprognosen, die das Frühlingsfest und die Erholung nach der Pandemie berücksichtigten, gingen von verhaltenen Installationen im Januar und Februar mit einem typischen Aufschwung im März aus. Die tatsächlichen Daten fielen deutlich optimistischer aus.

 

Rückmeldungen aus der Branche lassen darauf schließen, dass die Mitarbeiter im direkten Kundenkontakt in diesem Jahr im Vergleich zu den Vorjahren rund um das Frühlingsfest intensiver gearbeitet und weniger Urlaub genommen haben, was intuitiv mit den aussagekräftigen Daten übereinstimmt.

 

 

Treiber des Anstiegs

Warum diese rege Aktivität zu Beginn des Jahres?

 

Klare politische Ausrichtung und steigende Nachfrage: Die politische Unterstützung für den Bau neuer Energieanlagen (staatliche Unternehmen, die „Fünf Großen und Sechs Kleinen“, private Akteure) ist weiterhin eindeutig positiv. Angesichts der bevorstehenden Fristen des „14. Fünfjahresplans“ und des „15. Fünfjahresplans“ nimmt die Dynamik beim Ausbau der Anlagen weiter zu.

 

Projektrentabilität wiederhergestellt; Fokus verlagert sich von Ultra-Niedrigpreisen: Die im letzten Jahr ins Stocken geratenen Installationen im Inland waren hauptsächlich auf die hohen Siliziumpreise (Module erreichten Spitzenwerte von fast 2 Yuan/W) zurückzuführen, was die Rentabilität der Projekte beeinträchtigte. Die seit Ende 2022 gestiegene Siliziumverfügbarkeit hat zu einem Preisrückgang geführt. Die Modulkosten sind nun ausreichend gesunken (1,7–1,8 Yuan/W), um die Wirtschaftlichkeit für Energieentwickler wiederherzustellen.

 

Entscheidend ist, dass Entwickler der Projektdurchführung Priorität einräumen und nicht dem möglichst niedrigen Modulpreis hinterherjagen. Markenreputation und garantierte pünktliche Lieferung sind von größter Bedeutung.Bei Modulen mit extrem niedrigem Preis bestehen oft Lieferrisiken, was sie weniger attraktiv macht.

 

Die aktuelle Realität ist ein harter Wettbewerb auf dem Markt im ersten Quartal, bei dem die Projektentwickler aggressiv Projekte sichern und in Betrieb nehmen. Die staatseigenen Unternehmen („Fünf große, sechs kleine“) konzentrieren sich besonders auf die Erreichung der jährlichen Installationsziele.Bei 1,7–1,8 Yuan/W ermöglichen Module eine wirtschaftlich sinnvolle Projektrealisierung und treiben so das Bestreben voran, „so viel wie möglich zu installieren“.