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Unternehmensnachrichten

Ausbau der Solarenergie in den Schweizer Alpen schreitet trotz anhaltender Kontroverse voran

Großflächige Solarkraftwerke in den Schweizer Alpen könnten Steigerung der Stromerzeugung im Winter und die Energiewende beschleunigen. Ende letzten Monats billigte das Parlament eine gemäßigte Version des Plans und enttäuschte damit die ablehnenden Umweltgruppen.

 

Studien deuten darauf hin, dass Solarpaneele hoch in den Schweizer Alpen Strom erzeugen könnten. mindestens 16 Terawattstunden (TWh) jährlich – ungefähr 50 % des Solarziels für 2050 Die Vorgaben wurden vom Schweizer Bundesamt für Energie (BFE/OFEN) festgelegt. Während China mehrere große Solarkraftwerke in den Alpen betreibt und Frankreich und Österreich kleinere Anlagen besitzen, sind Großanlagen in den Schweizer Alpen nach wie vor selten.

 

 

Die meisten Solaranlagen werden derzeit auf bestehender Infrastruktur wie Berghütten, Skiliften und Staudämmen installiert. Angesichts der Klimakrise und der drohenden Energieknappheit im Winter überdenkt die Schweiz jedoch ihre Strategie. Im Herbst dieses Jahres forderte eine „Solaroffensive“ mehrerer Parlamentsmitglieder eine schnellere Genehmigung von Solarkraftwerken in den Alpen.

 

Im Kanton Wallis sind zwei neue Projekte entstanden: das Gondosolar-Projekt (42 Millionen Schweizer Franken, 4.500 Solarmodule auf Privatgrundstücken nahe der schweizerisch-italienischen Grenze) und ein deutlich größeres Projekt bei Glengiols (750 Millionen Franken, die Fläche von 700 Fußballfeldern). Renat Jordan, Grundstückseigentümer und Initiator von Gondosolar, erwartet eine jährliche Produktion von 23,3 Millionen kWh – genug für 5.200 Haushalte. Das von Senator Beat Rieder unterstützte Projekt in Glengiols könnte 1 TWh Winterstrom liefern und eine Stadt mit 100.000 bis 200.000 Einwohnern versorgen.

 

Dennoch ist die Kontroverse heftig. Maren Koln von Mountain Wilderness argumentiert, dass Bestehende Gebäude bieten bereits ein Solarpotenzial von 67 TWh. – weit über dem Zielwert von 34 TWh für 2050 – daher sollten unbebaute Flächen nicht angetastet werden. Andere Gruppen, wie die Franz-Weber-Stiftung, bezeichnen die Parlamentsentscheidung als „unverantwortlich“ und fordern ein Referendum.

 

Experten heben Vorteile hervor: Christian Schaffner von der ETH Zürich merkt an, dass die in großer Höhe angebrachten Paneele reichlich Wintersonnenlicht erhalten, bei Kälte effizienter arbeiten und als vertikale, doppelseitige Paneele ausgeführt werden können, um das vom Schnee reflektierte Licht einzufangen.

 

 

Das Parlament hat schließlich einen moderaten Plan verabschiedet: Solarkraftwerke in den Alpen, die mehr als 10 GWh pro Jahr produzieren, erhalten Bundesförderung in Höhe von bis zu 60 % der Investitionskosten, bei vereinfachter Planung. Der Bau wird jedoch als Notmaßnahme behandelt. im Allgemeinen verboten in geschützten Bereichen Bereiche, die nach Ablauf ihrer Nutzungsdauer demontiert werden müssen. Darüber hinaus müssen alle neuen Schweizer Gebäude mit einer Fläche von über 300 m² mit Solaranlagen ausgestattet sein.

 

Umweltschützer bleiben kritisch. Natalie Lutz Pro Natura kritisiert, dass der Plan die Solarenergie zwar vorantreibe, dies aber „auf Kosten der alpinen Natur“. Unterdessen prüfen sieben große Schweizer Energieunternehmen bereits neue Projekte, und der Industrieverband Solalpine identifiziert zehn hochgelegene Standorte für potenzielle Solarkraftwerke.