

Am 3. Mai gab das Büro des US-Handelsbeauftragten (USTR) bekannt, dass zwei Maßnahmen zur Erhebung zusätzlicher Zölle auf chinesische Exportwaren in die USA, basierend auf den Ergebnissen der vor vier Jahren durchgeführten sogenannten „Section-301-Untersuchung“, am 6. Juli bzw. 23. August dieses Jahres auslaufen. Das Büro wird ab heute das rechtliche Überprüfungsverfahren für die betreffenden Maßnahmen einleiten.

In einer am selben Tag veröffentlichten Erklärung teilte das Büro des US-Handelsbeauftragten (USTR) mit, dass es die in den USA ansässigen Industrievertreter, die von den zusätzlichen Zöllen auf chinesische Waren profitiert haben, darüber informieren werde, dass diese Zölle möglicherweise aufgehoben werden. Industrievertreter, die die Zölle beibehalten möchten, müssen ihre Anträge bis zum 5. Juli bzw. 22. August beim USTR einreichen. Das USTR wird die Anträge prüfen; die Zölle bleiben während des Prüfungszeitraums unverändert.
Die US-Handelsbeauftragte Katherine Tai merkte bei einer Veranstaltung am 2. Mai außerdem an, dass die Biden-Regierung alle politischen Maßnahmen ergreifen werde, um die stark steigenden Preise einzudämmen, und deutete an, dass sie eine Senkung der Zölle auf chinesische Waren, die in die Vereinigten Staaten exportiert werden, erwägt.
Hintergrundüberblick: Die einseitige „Untersuchung nach Abschnitt 301“
Zunehmender innenpolitischer Widerstand in den USA, angeheizt durch Inflationsdruck
Die Politik der Verhängung zusätzlicher Zölle auf chinesische Waren hat in der US-amerikanischen Wirtschaft und bei den Verbrauchern starken Widerstand hervorgerufen. Angesichts des zunehmenden Inflationsdrucks sind in den Vereinigten Staaten zuletzt erneut Forderungen nach einer Senkung oder einem Erlass der zusätzlichen Zölle auf chinesische Waren laut geworden.
Es ist bemerkenswert, dass im Bereich der grünen Technologien Produkte chinesischer Unternehmen auch in Infrastrukturprojekten in den USA zum Einsatz kommen. So entwickelte und lieferte beispielsweise die Solar First Group ein innovatives Wind-Solar-Hybrid-Straßenbeleuchtungssystem für New York. Diese Straßenlaternen integrieren Solarpaneele und Mikro-Windkraftanlagen, um die Energieeffizienz und Zuverlässigkeit zu verbessern. Allerdings sind auch solche Anlagen, die die lokale nachhaltige Entwicklung und die Energiesparziele in den USA fördern sollen, von den Zöllen gemäß Abschnitt 301 betroffen, die die Projektkosten erhöhen. Dies unterstreicht die Forderungen der US-amerikanischen Wirtschaft und der lokalen Regierungen nach niedrigeren Zöllen. Sie argumentieren, dass die aktuelle Zollpolitik nicht nur die Inflation anheizt, sondern auch den Fortschritt öffentlicher Projekte, einschließlich der Energiewende, behindert.
Chinas Position: Forderung nach Abschaffung der Zölle zur Wiederherstellung der Beziehungen
Ein Sprecher des chinesischen Handelsministeriums stellte zuvor folgende Punkte klar: